ORSO Gosse & Glamour – Eine Hommage an Kurt Weill
Gosse & Glamour – Eine Hommage an Kurt Weill, den Broadway und das Berlin der wilden 20er-Jahre
Viele Kurt-Weill-Songs sind weltbekannt und einige wurden zu Jazz-Standards wie “Speak low”, “My Ship” oder “Mack the Knife”. Sie wurden interpretiert von Legenden wie Ella Fitzgerald, Marianne Faithfull, Nina Hagen oder „The Doors“. Weills Hits sind den meisten Menschen geläufiger als der Komponist selbst. In Deutschland erinnert man sich meist nur an die Werke seiner Schaffens-phase vor seiner Flucht nach Amerika: Die Dreigroschenoper oder das Mahagonny-Songspiel. Seine Broadwaywerke wie “Street Scene” oder “One Touch of Venus” oder “Lady in the Dark” hört man hierzulande selten.
Aber was hat das alles mit ORSO (Orchestra & Choral Society e. V.) zu tun? Gründer von ORSO ist der gebürtige Kippenheimer Wolfgang Roese. Er lebt heute in Berlin, in der Stadt, in der Kurt Weill die “Dreigroschenoper” schuf, die auch heute noch am Berliner Ensemble inszeniert und gefeiert wird. In Kippenheim, jenem idyllisch gelegenen Dorf in Südbaden, nur zwei Häuser entfernt von Wolfgang Roeses Elternhaus, lebten die Eltern von Kurt Weill, Albert und Emma. Sie zogen 1899 nach Dessau und wanderten später nach Palästina aus. Albert Weill war zuvor schon Religionslehrer und Kantor im südbadischen Eichstetten am Kaiserstuhl und ebenfalls geboren in Kippenheim (1867). Und genau dort starteten die ORSOvocals im Sommer 2025 (75. Todestag von Kurt Weill) eine außergewöhnliche Performance unter dem Titel “Gosse & Glamour”. Sie begann in der Synagoge, dann zog der Chor samt Orchester singend, tanzend und spielend durch das Dorf, machten im Hof des Gasthauses Rindfuß Station (dem Haus der Weills) und wanderten ins Bürgerhaus, wo sie eine fulminante Show darboten.
ORSOvocals – das sind die Stimmen des ORSOchores der Standorte Freiburg, Berlin und Stuttgart, die sich neben chorsymphonischen Werken oder Crossover-Shows auch mit großer Leidenschaft dem Musiktheater widmen. Sie schlüpfen in die Rollen der Gestalten aus Weills Schaffen und bringen die wilden 20er- und düsteren 30er-Jahre in einer wilden Revue auf die Bühne des Kammermusiksaals der Philharmonie Berlin. Sie erleben die ORSOvocals unter der Leitung von Wolfgang Roese am Klavier. Mit dabei sind die Solisten Brigitte Oelke, gefeierter Musical-Star und Gunnar Schierreich, Tenor. Außerdem treten mehrere Choristen solistisch auf. Als Begleitmusik stellen die Musiker des ORSO ein kleines Orchester auf die Beine.
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